Wissenschaft

Somnia - Medizinisch getestet.

Entwickelt wurde das Konzept von Professor Dr. Egon Stephan, Schlafforscher am Psychologischen Institut der Universität Köln.  Zwei Jahre lang wurde die Wirksamkeit in drei Studien getestet und als erfolgreich beurteilt. Die Tiefschlafphasen stiegen um fünzig Prozent an. Die Wiedergabe über Stereo-Lautsprecher regt die relevanten Hirnfrequenzen an, die für einen guten Schlaf verantwortlich sind.

Die Gehirnwellen

Gehirnwellen werden mittels eines Elektroenzephalogramms (EEG) an der Kopfhaut gemessen. Jede der unzähligen elektrochemischen Entladungen der Nervenzellen im Gehirn erzeugt ein winziges, elektromagnetisches Feld mit einer Frequenz zwischen 1 und 30 Hz (Schwingungen pro Sekunde). Die Summe dieser elektrischen Aktivität ergibt die so genannten Gehirnwellen.

Das Elektroenzephalogramm (EEG) und die Bedeutung der einzelnen Gehirnwellen

Unser Gehirn befindet sich - entsprechend seinem gegenwärtigen Bewusstseinszustand - auf einem bestimmten Schwingungsniveau. Diese Schwingungen stellen gewissermaßen die Frequenz unserer Gehirnaktivität dar. Frequenz ist die Maßeinheit für die Bewegung der elektrischen Ladungen durch die Gehirnzellen, ähnlich der Arbeitsfrequenz einer CPU in einem Computer, jedoch mit dem Unterschied, dass eine höhere Frequenz nicht notwendigerweise einen wertvolleren Bewusstseinszustand darstellt. Vielmehr entsprechen den unterschiedlichen Frequenzen unterschiedliche Bewusstseinszustände, welche alle ihre eigenen Qualitäten für spezielle Zwecke haben.

So ist der “Alltagsbewusstseinszustand der permanenten Alarmbereitschaft” (Fritz Perls) der so genannte Beta-Zustand. Das Gehirn schwingt mit einer Frequenz von ca. 30 bis 13 Hz (Schwingungen pro Sekunde). Der Charakter dieses Zustandes reicht von Wachsamkeit über analytische Problemlösungen, Angespanntheit, Stress, Hektik und Unausgeglichenheit bis spätestens ab 30 Hz Nervosität bis zur Panik (kaum erforscht ist der als “hohes Beta” oder “Gamma-Zustand” bezeichnete Bereich ab ca. 30 bis 500 Hz, in dem es angeblich zu einer Oktavierung von Delta-Zuständen kommt). Kreativität und Aufnahmebereitschaft etwa sind in diesem Zustand nur in geringem Maße verfügbar. Jeder Mensch hat Erfahrungen mit diesem Zustand. Es sind Zustände, die man hat, wenn man z. B. handwerklich arbeitet, Auto fährt, Fußball spielt, einkaufen geht, diskutiert, etc…

Der nächste Zustand wird als Alpha-Zustand bezeichnet. Das Gehirn schwingt mit 12 bis 8 Hz. Der Alpha-Zustand ist im Gegensatz zum Beta-Zustand ein “ruhigerer” Zustand. Seine Indikatoren sind leichte Aufmerksamkeit, erleichterte Konzentration, erhöhte Lern- und Merkfähigkeit, bis hin zu einem Gefühl einer Einheit von Körper und Geist. Es ist ein entspannter und ausgeglichener Zustand, aber dennoch energetisiert und wach, wie man ihn aus leichter Meditation her kennt. Einer bislang erfolgreich überprüften Hypothesen zufolge werden im Gegensatz zum Beta-Zustand allein im Alpha-Zustand selbstberuhigende Neurotransmitter produziert, welche Menschen fehlen, die aufgrund von Überregbarkeit nicht auf natürliche Weise Zugang zum Alpha-Zustand bekommen.

Der Theta-Zustand ist definiert durch eine Frequenz von 7 bis 4 Hz. Es ist ein meditativer Zustand. Tiefe Entspannung, gesteigerte Kreativität sowie stark angeregte Imagination bzw. ein leichter Zugang zu einer reichen Bilderwelt sind seine Kennzeichen. Wir erleben ihn während dem Schlaf und in tiefer Meditation. Psychedelische Drogen (z. B. THC, LSD) rufen ebenfalls Theta-Wellen hervor. Dieser Zustand ermöglicht einen Zugang zu sonst unbewussten Potentialen. Assoziationsketten und Zusammenhänge werden ganzheitlich, zumindest in einem größeren Kontext erkannt. Gewohnte Wahrnehmungsmuster können sich hier auflösen (ein Geräusch kann auch mal als visuelle Stimulation interpretiert werden).
Delta-Zustände (3 bis 1 Hz) sind Zustände tiefster Entspannung. Sie werden nur selten wahrgenommen, denn wir erleben sie im Tiefschlaf, in Trance oder Tiefenhypnose.

Alle diese Zustände können per EEG aufgezeichnet werden. Genauer gesagt ist die wissenschaftlich anerkannte Erforschung dieser Zustände durch EEG-Messungen überhaupt erst möglich geworden. Wer das Verständnis der Zusammenhänge von Gehirnwellen und Bewusstseinszuständen vertiefen möchte, dem empfehle ich sich ein wenig in die folgenden Abbildungen einzudenken.
 
Infraschall
 
Infraschall ist ein Schall mit einer Frequenz von 0 bis 20 Hz und wird auch tieffrequenter Schall genannt. Diesen Schall kann das menschliche Ohr nicht hören. Der Mensch kann Infraschall nur indirekt spüren, indem er die erzeugten Schallwellen sehr schwach als Vibration wahrnimmt. Solche Schallwellen können beispielsweise bei Hubschrauber-Vorbeiflügen, durch Klimaanlagen oder Pumpen entstehen. Wird der Infraschall als belästigend empfunden, gilt er als Lärm, obwohl er nicht hörbar ist.